O HUBI DAY
Kulturprojekt mit 34 Bewohner*innen der Gemeinde Sehlde (WF) mit Corona-Twist
R.A.M. bekam den Auftrag, auf Grundlage der Hubertussage eine Dorfbespielung zu erarbeiten. Uraufführung geplant am 21. Juni 2020. Doch dann kam schon im März der erste Lockdown...
mehr lesen ... weniger lesen ...
Plötzlich saßen alle wie abgeschnitten zuhause und die gerade entstandene Gemeinschaft war dahin. Als Trost baten Roberts und Hörr alle, die gerade erst frisch geprobten Gesangsstimmen des Titelliedes "O Hubi Day" in ihre Smartphones zu singen. Das Ergebnis machte so viel Spaß, dass das Team beschloss, das Stück in ein Hörspiel umzuarbeiten. Dabei wurde auch die konkrete Situation der Menschen, die nun allein in ihren Haushalten blieben, in die Geschichte eingewoben.
34 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sprachen und sangen die nächsten Wochen zuhause und unterwegs im Dorf in ihre Smartphones und wurden dabei von Hörr aus Hildesheim per Email, über Whatsapp und Telegram gecoacht. Musikalische Fähigkeiten einzelner sowie ganze Musikgruppen des Dorfes, Haustiere, typische Dorfgeräusche und Sehlder Platt wurden dabei nach und nach ebenfalls Teil des Ganzen. Knapp 500 Tondateien kamen zusammen, mindestens ebenso viele Nachrichten wurden zwischen Dorf und Stadt hin und her geschickt. Hörr und Roberts legten in über 200 Tonspuren die 16 Szenen des Hörspiels an und kombinierten die einzelnen Sätze, Klänge und Geräusche zu einer gemeinsamen Geschichte.
- Heike Spieker, Kulturinitiative Sehlde
- Heike Brümmer, Kulturinitiative Sehlde
Dieses Projekt konnte aufgrund der Pandemie nicht als Theaterstück stattfinden. Es wurde zum Hörspiel.
- Laufzeit: 2020
- Teilnehmende: 34 Personen zwischen 9 und 80 Jahren
- Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
- Gemeinde Sehlde