WOY

Ein Szenenfragment nach Georg Büchner in Laut-, Schrift- und Gebärdensprache

2019AuftragsproduktionArchiv

WOY war eine Produktion vom Theaterhaus Hildesheim, bei dem Manuela die Regie geführt hat und Mark die musikalische Leitung hatte.

"Gleich sehen Sie das Stück WOY.
Auf der Bühne stehen Menschen, die die Gebärdensprache benutzen.
Aber dort stehen auch Menschen, die die Lautsprache benutzen.
Und es gibt Übertitel in deutscher Sprache.
Nicht immer geschieht all dies zur selben Zeit.
Manchmal wird mehr gesprochen.
Manchmal ist die Bewegung wichtiger oder ein Bild.
Manchmal stehen die Texte an der Wand im Mittelpunkt.
Manchmal gibt es auch Musik und manchmal ist es so still wie möglich.
Bestimmt werden Sie etwas nicht verstehen.
Und damit ist jede*r von Ihnen gemeint!...

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...Was die Menschen auf der Bühne in dem Stück WOY machen oder sagen, ist nicht unbedingt logisch.
Es ist keine Geschichte mit Anfang und Ende.
Wir wollten das Stück "Woyzeck" von Georg Büchner spielen.
Aber Georg Büchner ist gestorben, bevor er es zuende schreiben konnte.
Niemand weiß, wie er die einzelnen Szenen zusammen geklebt hätte.
Aber es gibt eine bestimmte Reihenfolge, die im Theater oft gezeigt wird.
Wir haben alles nochmal durcheinander gebracht und neu zusammen geklebt.
Und wir haben auch etwas dazu erfunden.
Wir wollten etwas Neues erzählen.

Wenn Sie etwas nicht verstehen:
Es liegt nicht in erster Linie daran, dass Sie nichts hören können.
Es liegt nicht daran, dass Sie nur schwer hören können.
Es liegt auch nicht daran, dass Sie nicht gebärden können.
Oder sich schwertun mit dem Lesen.
Es liegt höchstwahrscheinlich daran, dass Sie nicht wissen, was Sie denken sollen.

Genießen Sie es!"

  • Manuela Hörr: Konzeption, Regie
  • Mark Roberts: Musik, Übertitel
  • Nicola Bongard: Konzeption, Dramaturgie
  • Nadja Sühnel: Regieassistenz
  • Jörg Finger: Video, Bühnenbild, Übertitel
  • Antonia Rehfueß: Produktionsleitung
  • Greta Stauch (Kostüm)
     
  • SPIEL: Jörg Apel, Frank Watzke, Marie Fontheim, Andreas Klumpf, Marion Jansen, Sara Prieto
  • ÜBERTITEL: Übersetzungsinstitut der Uni Hildesheim unter der Leitung von Nathalie Mälzer

Dieses Stück wird nicht mehr gespielt

  • Premiere: 30. November 2019

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