MÜDE MASCHEN
Feministische Performance über Erschöpfung von Maria Lehberg
Kein R.A.M. Projekt - aber eine Kooperation mit Maria Lehberg, einer jungen Kollegin: Sie dürfen heute alles – zumindest theoretisch: Karriere machen, selbstbestimmt leben – mit oder ohne Kinder – und lieben, wen sie wollen. FLINTA-Personen bewegen sich in einer Welt, die ihnen so viele Freiheiten verspricht wie nie zuvor. Doch hinter dem Fortschritt lauern alte Muster: Sie stemmen den Großteil unbezahlter Sorgearbeit, verdienen weniger und sollen zugleich im Job, in Beziehungen und im Familienleben funktionieren. Der Druck wächst, die Strukturen bleiben träge – kein Wunder also, dass Erschöpfung zum kollektiven Gefühl geworden ist.
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Die Performerinnen Manuela Hörr und Maria Lehberg bringen die Stimmen von FLINTA-Personen auf die Bühne. Mit Tanz, Text und einer Axt erzählen sie vom Müdewerden und Stark- bleiben und von der Kraft, die im gemeinsamen Weben liegt. Feministische Vorbilder, Mythen und eigene Erfahrungen formen einen nachdenklichen, kraftvollen Abend mit Raum für Nähe und Verletzlichkeit. Wie können wir gemeinsam k.o. – und trotzdem widerständig sein? Danach öffnen wir den Raum für Gespräche, Gedanken und kreatives Weiterweben.
*FLINTA steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen.
- Regie und Text: Maria Lehberg
- Performance: Manuela Hörr und Maria Lehberg
- Bühne und Kostüm: Helene Möller und Hermine Warnatz
- Musik: Murphy Martyna Baginski
- Outside Eye und Text: Hannah Müller
- Choreografie: Rotem Weissman
- Premiere: 02. Mai 2025 im thim des TfN
- Stiftung Uni Hildesheim
- Stiftung Edelhof Ricklingen
- Landschaftsverband Hildesheim
- Studierendenwerk OstNiedersachsen
- StudierendenParlament Hildesheim
- Theaterhaus Hildesheim
- Theater für Niedersachsen
- Spielfeld Gesellschaft
»So wird aus dem Mono-, höchstens Dialog "Müde Maschen" am Ende eine vielstimmige, solidarisierende Theatererfahrung, die dem Publikum, gleich welcher Geschlechtlichkeit, mit griffiger Symbolik einen notwendigen Kloß im Hals beschert. Oder wie es Zuschauerin Siska Leckband, selbst Schauspielerin, ausdrückt: "Wenn man wie ich viel sieht, wiederholt sich viel. Aber nicht hier. Dieser Abend bleibt im Gedächtnis."«
Hildesheimer Allgemeine Zeitung 2025
Diese Produktion wurde 2025 mit dem Förderpreis für Freie Theater der Bürgerstiftung Hildesheim ausgezeichnet.